Richtiges Tragen
Sein Kind zu tragen entspricht der Natur des Menschen. Babys sind geradezu dafür "gebaut", getragen zu werden. Du kannst beim Babtragen daher fast nichts falsch - aber vieles richtig machen. Hier haben wir für dich ein paar Tipps gesammelt, die dir noch mehr Sicherheit beim Tragen deines Babys geben sollen:
1. M-StellungAngehockte Beinchen - Die Knie sollten in Höhe des Bauchnabels und höher als der Po des Babys sein (sogenannte M-Stellung oder auch Anhock-Spreiz-Stellung genannt). Babys nehmen diese Haltung automatisch ein, wenn man sie hochhebt (- dies ist auch ein Zeichen dafür, dass wir zum Tragen geboren sind). Die M-Stellung gewährleistet eine optimale Reifung der kindlichen Hüftgelenke und beugt Hüftschäden (Hüftluxationen) vor. Die Babytragen in unserem Sortiment sind so konzipiert, dass diese Stellung gewährleistet ist. Lediglich bei Tragetüchern, musst du beim Binden selbst darauf achten, dass sich dein Kind in der M-Stellung befindet. Ein Überspreizen ist zu vermeiden. Babys in den ersten Lebenswochen werden daher nur angehockt getragen, ohne Spreizung. Nach einigen Wochen kann das Baby dann in der Anhock-Spreiz-Stellung getragen werden. |
2. Leicht gerundeter und gut gestützter RückenDie Babytrage bzw. das Tragetuch muss den Rücken des Babys fest umschließen und gut stützen. Nur gute Babytragen bzw. Tragetücher bieten die nötigen Stabilität bei gleichzeitig ausreichender Dehnbarkeit. Der Rücken des Babys soll leicht gewölbt sein, da dies dem physiologischen Entwicklungsstand des Babys am besten entspricht. |
3. Gut gestützter KopfInsbesondere, wenn das Baby schläft oder noch in einem Alter ist, in dem es den Kopf noch nicht selbst halten kann, sollte der Kopf des Babys stets gut gestützt sein. |
4. Zum Tragenden hin zugewandtDas Gesicht des Babys sollte zum Tragenden hin orientiert sein. Beim Tragen vorne am Bauch heißt das: Face-to-Face bzw. von Angesicht-zu-Angesicht. Nie umgekehrt (s.u.)! |
5. Von Kniekehle zu KniekehleDer Steg der Babytrage sollte bei noch kleineren Kindern von Kniekehle zu Kniekehle reichen ohne jedoch die Kniebeugung einzuschränken (Die Kniegelenke sollten immer frei beweglich sein). Bei Tragetüchern können Sie dies durch entsprechendes Binden jederzeit selbst gewährleisten, unabhängig davon, wie groß bzw. klein Ihr Kind ist. Richtig gebunden hast du bei einem Tragetuch daher immer die ideale Stegbreite. Um eine optimale Stegbreite auch bei Babytragen gewährleisten zu können, haben wir auch Babytragen im Sortiment, bei denen die Stegbreite variabel verstellbar ist. Der Steg kann somit "mitwachsen". Sogenannte Neugeboreneneinsätze erfüllen den gleichen Zweck. Diese sind entweder in die Babytrage integriert (wie etwa bei der Manduca) oder können optional dazu bestellt werden (z.B. Ergo). Bei der MarsupiPlus Babytrage liegt ein sog. "Steg-Bändiger" bei, mit dem der Steg für kleinere Babys verkleinert werden kann. |
6. Das Köpfchen höher als der restliche KörperEigentlich selbstverständlich. Aber sicherheitshalber soll es hier auch erwähnt werden: Das Köpfchen des Babys sollte immer höher sein als der restliche Körper des Babys. |
7. Nah genug für einen Kuss - Close enough to kissTrage dein Baby nicht zu hoch aber auch nicht zu tief. Ideal ist eine Höhe, bei der es dir leicht fällt, dein Baby auf die Stirn zu küssen. |
8. Eng am KörperTrage dein Baby so eng am Körper, dass es auch beim vornüberbeugen noch gut an deinem Körper anliegt (Tragetücher fest binden, Babytragen festzurren). Dabei solltest du dein Baby natürlich auch nicht zu sehr einengen. Die Arme des Babys sollten frei beweglich bleiben und die Atmung darf natürlich nicht behindert werden. |
9. Freie AtmungAchte darauf, dass du das Gesicht deines Babys sehen kannst und die Atmung frei ist. Das Baby darf nicht zusammensacken. Auch darf das Kinn des Babys niemals auf dessen Brust aufliegen. Grunzende oder sonderbar klingende Schnarchgeräusche sind ein Zeichen dafür, dass die Atmung nicht frei ist. Achte auch darauf, dass kein Stoff oder andere Objekte die Atmung deines Kindes beeinträchtigen können. |
10. Last but not least:Lies die Gebrauchsanleitung deiner Babytrage und verlasse dich auf den gesunden Menschenverstand. Das Babytragen ist das natürlichste der Welt und bei gesunden Kinder völlig unbedentlich. Aber auch Kinder mit besonderen Bedürfnissen und Frühchen profitieren sehr vom Babytragen. Bei Babys mit besonderen Bedürfnissen, Babys mit geringem Geburtsgewicht oder bei Unsicherheiten, kontaktiere jedoch bitte eine Trageberaterin in deiner Nähe. So bist du auch hier auf der sicheren Seite. |
So bitte nicht: Bauchtrage mit Blick nach vorne


Diese Trageweise sieht mal leider sehr oft. Sie jedoch schlecht, da der kindliche Rücken ins Hohlkreuz gedrückt wird und die Beine nicht korrekt angehockt werden. Bei sehr kleinen Babys hat es weiters den Nachteil, dass es völlig den Reizen der Umwelt ausgeliefert ist und sich bei Reizüberflutung nicht abwenden kann.
Auch das sollten Sie keinesfalls tun:
Mit Babytragen und Tragetüchern kannst du viele Dinge machen, die du ohne niemals machen könntest. Auch leichte sportliche Aktivitäten wie etwa Wandern oder Nordic Walken gehören hier dazu. Manches solltest du jedoch aus Sicherheitsgründen unterlassen: Hierzu zählen bspw. Inlineskaten, Joggen, Hüpfen, Springen, Reiten, Klettern oder dergleichen. Auch beim Autofahren bietet eine Babytrage keinen Ersatz für eine Babyschale- bzw. Kindersitz. Beim Kochen oder beim Hantieren mit heißen oder anderweitig gefährlichen Dingen, solltest du dein Kind nicht in der Bauchtrage sondern wenn, dann nur am Rücken tragen.
Bei Unsicherheiten helfen wir dir gerne weiter. Auch geschulte TrageberatInnen helfen dir gerne weiter. Wir empfehlen, nur ausgebildete TrageberaterInnen zu konsultieren.















