Getragene Babys schreien weniger
Eine Studie von Dr. Urs A. Hunziker Kinderarzt am Kinderhospital Zürich belegt, dass bei regelmäßig getragenen Kindern sich das Schreiverhalten in den ersten drei Lebensmonaten wie folgt verbesserte:
- die tägliche Schreidauer wurde kürzer
- die Zunahme des Schreiens bis zur sechsten Lebenswoche wurde verhindert
- besonders das abendliche Schreien wurde günstig beeinflusst (um bis zu 40 % weniger)
Weiters wurde in der Studie selteneres Schreien mit längerem zufriedenen Verhalten während der Wachphasen in Verbindung gebracht.
Untermauert werden die Ergebnisse durch Beobachtungen einer Vielzahl an Säuglingsexperten wie etwa Herbert Renz Polster, Meredith F. Small und dem Buchautor und Professor für Kinderheilkunde am Kinderspital in Zürich Remo H. Largo:
„in Gesellschaften, in denen Säuglinge einen engen Körperkontakt mit der Mutter und anderen vertrauten Personen haben, scheint das unspezifische Schreien weniger ausgeprägt zu sein. Wenn wir bedenken, dass der menschliche Säugling beinah während der gesamten Menschheitsgeschichte von der Mutter herumgetragen wurde, müssen wir uns ernsthaft fragen, ob ein Kind gar nicht in der Lage ist, in den ersten Lebensmonaten ohne ständigen Körperkontakt mit der Mutter und anderen vertrauten Personen auszukommen" (Largo, 2000, S. 210f)
Quellen:
Hunziger, Urs A, MD und Barr, Ronald G, MDCM, FRCP(C): Increased Carrying Reduces Infant Crying: A Randomized Controlled Trial. From the Department of Pediatrics, The McGill University-Montreal Children's Hospital Research Institute, Montreal, Quebec, Canada
Renz-Polster, Herbert (2010): Kinder verstehen - Born to be wild: Wie die Evolution unsere Kinder prägt, Verlag Kösel
Remo H. Largo, (2000): Babyjahre – das andere Erziehungsbuch
Small, Meredith F. (1998): Our Babies Ourselves, First Anchor Books














